Motorradgepäck richtig packen. Die wichtigsten Tipps
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Motorradreisen sind für viele Biker das ultimative Abenteuer. Die größte Herausforderung beginnt jedoch oft schon beim Packen. Was muss wirklich mit und wo wird alles am besten verstaut? Mit ein paar einfachen Grundregeln wird aus dem Gepäckchaos schnell ein durchdachtes System.
Es ist egal ob nur über Wochenende oder ein ganzer Motorradurlaub. Die Vorfreude auf die nächste Motorradtour ist groß. Kleidung, Werkzeug, Regenausrüstung und Kamera müssen mit. Richtig gepacktes Gepäck sorgt nicht nur für Sicherheit, sondern auch für Fahrkomfort und mehr Ordnung unterwegs.
Wie packt man ein Motorrad richtig?
Schwere Gegenstände nach unten und möglichst nah ans Motorrad
Die wichtigste Regel beim Packen vom Motorrad lautet: schwere Gegenstände möglichst tief und nahe am Fahrzeugschwerpunkt verstauen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Werkzeug
- Ersatzteile
- Getränke
- Kettenschloss
Leichte Dinge wie Kleidung oder Schlafsack können problemlos weiter oben oder in einer Gepäckrolle transportiert werden.
Das Gewicht gleichmäßig verteilen
Das Gepäck sollte ausgewogen verteilt sein. So fährt sich das Motorrad besonders in Kurven und bei höheren Geschwindigkeiten deutlich ruhiger. Ebenso gilt die Einhaltung vom höchstzulässigen Gesamtgewicht des Motorrades. Dieses steht im Zulassungsschein.
Seitenkoffer
Einseitig beladene Seitenkoffer wirken sich negativ auf das Fahrverhalten aus. Daher sollten der linke und rechte Koffer möglichst gleich schwer beladen werden.
Tankrucksack
Perfekt für schwere, kompakte Gegenstände oder Dinge, die schnell zur Hand sein müssen.
Topcase bzw. Gepäckrolle
In diesen Bereich gehören nur leichte Gegenstände. Zu viel Gewicht weit hinten und oben verschlechtert das gesamte Fahrverhalten und entlastet das Vorderrad.
Nur das mitnehmen, was wirklich gebraucht wird
Gerade bei der ersten Motorradreise landet gerne viel zu viel Gepäck in den Koffern. Am Ende der Reise stellt sich dann heraus, dass die Hälfte auch Zuhause hätte bleiben können. Basics wie Wechselkleidung, Regenbekleidung, Hygieneartikel, Werkzeug, ein kleines Pannen-Set, Dokumente und Ladegeräte reichen aus. Weniger Gepäck bedeutet meist auch mehr Fahrspaß.
Kleiner Spoiler: Als Biker müssen wir unterwegs keinen Schönheitswettbewerb gewinnen. Anzug mit Krawatte, High Heels, Glätteisen oder zehn Paar Socken dürfen deshalb getrost zu Hause bleiben. Wir sind auch so sexy genug.
Platz sparen beim Packen
Mit ein paar einfachen Tricks, bringt man weit mehr Gepäck unter, als man glaubt.
- Kleidung rollen statt falten: gerollte Kleidung nimmt weniger Platz ein uns bleibt knitterfrei.
- Volumen reduzieren: Vakuumbeutel oder Kompressionsbeutel schaffen mehr Raum
- Hohlräume nutzen: Kleine Gegenstände in Schuhen oder Geschirr nutzen Hohlräume perfekt aus.
- Packwürfel verwenden: Kleidung, Kabel und Hygieneartikel bleiben übersichtlich und schneller griffbereit.
Gepäck vor der Abfahrt kontrollieren
Eine Kontrolle dauert nur wenige Minuten und verhindert unangenehme Überraschungen unterwegs.
Gepäck sichern
Vor der Abfahrt unbedingt den festen Sitz vom Gepäck kontrollieren. Alles muss absolut rüttelfest und flatterfrei verzurrt sein.
Sichtbarkeit
Das Gepäck darf Blinker, Rücklicht und das Kennzeichen nicht verdecken. Auch die Sicht nach hinten muss gegeben sein.
Fahrwerksanpassung und Reifendruck
Bei viel Gepäck federt das Motorrad stärker ein. Passe deshalb die Federvorspannung am hinteren Federbein entsprechend an und kontrolliere den empfohlenen Reifendruck für den Betrieb mit Beladung.
Kurz zusammengefasst
Richtig gepacktes Motorradgepäck verbessert nicht nur den Komfort, sondern auch die Fahrsicherheit. Schwere Gegenstände gehören möglichst tief und nah ans Motorrad, das Gewicht sollte gleichmäßig verteilt sein und unnötiger Ballast bleibt am besten zu Hause. So startet jede Motorradtour entspannter und das Motorrad bleibt auch mit Gepäck angenehm zu fahren.