Motorradhelm kaufen: So findest du das passende Modell
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In Österreich gilt seit dem 1. Jänner 1979 die Helmpflicht für Motorradfahrer. Seit der Einführung hat sich viel auf dem Markt getan. Die Auswahl ist nahezu unüberschaubar. Unterschiedliche Helmtypen, Sicherheitsstandards, Materialien und Preisklassen machen die Entscheidung nicht gerade einfach.
Beim Motorradhelm gibt es nur eine Regel, die über allem steht. Er muss für deinen Kopf passen. Zusätzlich sollte er der aktuellen Sicherheitsnorm entsprechen, für die persönlichen Einsatzzweck geeignet sein und im Idealfall auch optisch cool aussehen. Die gute Nachricht ist, dass du kein Vermögen ausgeben musst, um sicher unterwegs zu sein.
Was macht einen guten Motorradhelm aus?
Ein guter Motorradhelm muss den Kopf optimal schützen. Er bietet kompromisslose Sicherheit, hat eine perfekte Passform und einen angenehmen Tragekomfort. Hierbei spielen mehrere Faktoren zusammen.
- Passform: "So eng wie möglich, so weit wie nötig" lautet die Devise.
- Sicherheitsnorm: Der Motorradhelm muss der aktuellen Sicherheitsnorm ECE 22.06 entsprechen.
- Schalenmaterial: Viele günstige Helme bestehen aus Thermoplast. Hochwertigere Helme bestehen häufig aus Fiberglas oder Carbon. Diese Materialien sind leichter und bieten gleichzeitig eine hohe Stabilität.
- Gewicht: Ein leichter Helm entlastet Nachen und Schultern auf längeren Touren.
- Belüftung: Gerade im Sommer sorgen gut platzierte Lüftungsschlitze für verbesserten Komfort.
- Lautstärke: Ein leiser Helm macht längere Touren angenehmer und reduziert die Ermüdung.
- Sichtfeld: Je breiter das Sichtfeld ist, desto besser ist das Verkehrsgeschehen einsehbar.
- Pinlock-Visiere: Anti-Beschlag-Visiere sind mittlerweile unerlässlich. Die Doppelscheiben verhindern das Anlaufen bei Regen oder Kälte.
Wie findet man den passenden Motorradhelm?
Beim Kauf eines neuen Motorradhelmes ist Probetragen Pflicht. Idealerweise in einem Geschäft mit kompetenter Beratung, in dem verschiedene Modelle anprobiert werden können.
Kopfgröße ermitteln
Man misst mit einem flexiblen Maßband etwa einen Zentimeter über den Augenbrauen und direkt über den Ohren an der breitesten Stelle des Hinterkopfes. Das Ergebnis ist der Kopfumfang und die Basis für die Helmgröße.
Helmtyp wählen
- Integralhelm: Der beste Rundumschutz und die erste Wahl für die meisten Motorradfahrer.
- Klapphelm: Hier lässt sich das Kinnteil hochklappen. Praktisch für Brillenträger, Stadtfahrten oder bei häufigen Pausen.
- Jet- bzw. Rollerhelm: Bieten keinen Kinnschutz und werden meist von Rollerfahrern oder für gemütliches Cruisen getragen.
- Enduro- bzw. Cross-Helm: Sind speziell für das Gelände konzipiert. Diese verfügen über einen Helmschild und Platz für eine Cross-Brille.
Den perfekten Sitz überprüfen
- Hautkontakt: Ein leichter Druck an den Wangen ist am Anfang normal, da sich die Helmpolster noch weiten. Bei den Schläfen darf der Helm nicht drücken, da ansonsten Kopfschmerzen entstehen können.
- Torsions-Check: Den Helm mit beiden Händen ruckartig bewegen. Die Haut muss sich leicht mitbewegen. Rutscht der Helm hingegen hin und her ist er zu groß.
Probetragen
Den gewünschten Helm für ca. 15 Minuten am Kopf tragen, da mögliche Druckstellen erst nach einiger Zeit spürbar werden. Brillenträger sollten unbedingt die eigene Brille aufsetzen.
Ist ein teurer Motorradhelm immer besser?
Ein hoher Preis bedeutet nicht automatisch mehr Sicherheit. Entscheidend ist eine entsprechende Zertifizierung nach der aktuellen ECE 22.06 Norm sowie eine perfekte Passform. Teurere Modelle überzeugen häufig durch geringeres Gewicht, hochwertigere Materialien, bessere Belüftung, leisere Aerodynamik oder zusätzlichen Komfort. Wer nur gelegentlich fährt, benötigt deshalb nicht zwangsläufig einen Spitzenhelm für mehrere hundert Euro.
Einen Motorradhelm online kaufen. Wie findet man die passende Größe?
Viele Biker bestellen ihren Motorradhelm mittlerweile online. Das kann manchmal Geld sparen und bequem sein, ersetzt aber nicht die Anprobe.
So findest du online die passende Größe für deinen Motorradhelm:
- Den exakten Kopfumfang ermitteln.
- Den gemessenen Wert mit der Größentabelle des Herstellers vergleichen.
- Den perfekten Sitz vom Motorradhelm prüfen und 15 Minuten zur Probe tragen.
- Achte darauf, dass der Händler einen unkomplizierten Umtausch ermöglicht.
Wichtig zu wissen: Größe M ist nicht bei jedem Hersteller identisch. Deshalb immer an der entsprechenden Größentabelle orientieren.
Typische Fehler beim Kauf von Motorradhelmen
Damit der Helm auch wirklich passt und sicheren Schutz bietet, sollten folgende Fehler beachtet werden:
- Den Helm nur nach dem Design auswählen.
- Eine Nummer größer kaufen, weil sich der Helm angenehmer anfühlt.
- Unbekannte Helme ohne aktuelle Sicherheitsnorm kaufen.
- Gebrauchte Helme unbekannter Herkunft kaufen.
- Nur auf den Preis achten.
Kurz zusammengefasst
Ein guter Motorradhelm muss nicht der teuerste sein. Entscheidend sind die perfekte Passform, eine aktuelle Sicherheitsnorm und ein Helmtyp, der zu deinem Fahrstil passt.
Und ganz wichtig: Nimm dir beim Helmkauf Zeit. Schließlich ist er deine wichtigste Sicherheitsausrüstung. Dein Motorrad kannst du jederzeit ersetzen. Deinen Kopf nicht. Deshalb lohnt es sich, beim Helmkauf keine Kompromisse einzugehen.